Mandelstollen {Kirsche / Mandel / Quark / Rum}

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Neben Hefestollen gehört der Quarkstollen zu den Klassikern und ist in unserer Familie auch eigentlich der Favorit. Es kommt allerdings darauf an, womit der aromatisiert wurde. ;-) Die Kombi aus Kirschen und Mandeln harmoniert ganz wunderbar und ist neben dem Birnenstollen vom Vorjahr mein absoluter Favorit. Habt ihr denn schon alle Weihnachtsgeschenke? Hier wird noch fleißig vorbereitet und organisiert, aber das ist jedes Jahr das gleiche obwohl ich es immer wieder anders plane.... Jetzt aber ist Stollzeit! 

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Zutaten für den Teig

  • 175g Butter
  • 100g Puderzucker
  • ½ Tl Salz
  • 250g getrocknete Soft-Kirschen
  • 200g ganze Mandeln
  • 2 El Rum
  • 3-4 Tl Stollengewürzmischung
  • 2 kleine Eier
  • 250g Magerquark
  • 500g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver

Zutaten für die Vollendung

  • 100g Puderzucker
  • 80g geschmolzene Butter

Zubereitung

Eine Stollenform mit Butter einfetten und leicht bemehlen. 175g weiche Butter mit dem Puderzucker und dem Salz schaumig rühren. Die Kirschen fein hacken und die Mandeln in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis sie beginnen zu duften. Die Mandeln aus der Pfanne nehmen und abkühlen lassen. Rum, Stollengewürz, Eier und Quark zu der Butter geben und alles zu einer cremigen Masse verrühren. Den Backofen auf 160°C Umluft vorheizen. Das Mehl mit dem Backpulver mischen und unter die Eier-Butter-Masse rühren. Dabei nur kurz mit der Küchenmaschine oder dem Handmixer arbeiten und den Rest mit einem Teigschaber unterarbeiten. Nun die Mandeln grob hacken und zusammen mit den Kirschen unter den Teig heben. Den Teig in eine Stollenform geben und die Oberfläche glätten.

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Den Stollen mit der Form auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech stürzen und auf vorletzter Schiene für ca. 40 Minuten backen. Die Stollenform abnehmen und den Stollen für weitere 10 Minuten backen. Die Oberfläche mit der Hälfte der geschmolzenen Butter einstreichen und kurz einziehen lassen. Die übrige Butter schmelzen, den Stollen damit einstreichen und großzügig mit Puderzucker bestäuben.

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Der Stollen lässt sich frisch verzehren, aber ein paar Tage Ruhe, damit er Reifen kann tuen ihm gut. Dazu den Stollen in zwei Lagen Alufolie wickeln und an einem kühlen, dunklen Ort lagern. Mit einem frischen Kaffee, evtl. etwas Butter bestrichen schmeckt der Quarkstollen mit Kirschen und Mandeln hervorragend zum weihnachtlichen oder adventlichen Kaffeestündlichen.

Habt eine gute (Kuchen-)Zeit und lasst es euch gut gehen.

Eure Tine

 

 

Beeren-Schnecken {Hefe / Beeren / Marmelade / Puderzucker}

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Manchmal ist es nur der Blick in den Kühlschrank und sofort ist klar, was auf die nächste Kaffeetafel kommt. In diesem Fall waren es einige Beeren und ein kleines Päckchen frischer Hefe, die mir ins Auge gefallen sind. Also endlich Gelegenheit mal wieder Hefeschnecken zu backen, wunderbar und die Zitronen-Mohnschnecken auf meinem Blog bekommen Gesellschaft. Denn ich muss zugeben, die Liebe zu Hefeschnecken ist viel Größer als der Blog vermuten lässt.

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Für das Rezept habe ich eine selbst gekochte Beerenmarmelade verwendet, da könnt ihr aber auch problemlos auf gekaufte zurückgreifen. Die frischen Früchte und die in der Marmelade sollten allerdings harmonieren, ich habe Blaubeeren und Johannisbeeren verwendet, aber auch jede andere Beerenkombi ist möglich.  

Zutaten für den Hefeteig

  • 145ml Milch
  • 2 Tl Honig
  • 25g Hefe
  • 430g Weizenmehl Typ 550
  • ½ Tl Salz
  • 1 Ei
  • 3 El Rohrohrzucker (brauner Zucker funktionier auch gut)
  • 100g Butter
  • 2 El Joghurt oder saure Sahne 

Zutaten für die Füllung

  • 1 kleines Glas Beerenmarmelade (150-200g)
  • 250g frische Beeren, verlesen und gewaschen (z.B.: Heidelbeeren und Johannisbeeren zu gleichen Teilen)

Zutaten für die Fertigstellung

  • 1 Eigelb
  • 2 El Milch oder Sahne
  • 2-3 El Puderzucker
  • 1 Tl Marmelade
  • etwas Wasser

Zubereitung

Die Milch für den Teig leicht erwärmen, Hefe und Honig darin auflösen und einen Moment ruhen lassen. Mehl und Salz mischen. Ei, Zucker, Butter, Joghurt oder saure Sahne zum Mehl geben. Die Hefe-Milch-Mischung ebenfalls hinzufügen. Alles mit den Knethaken der Küchenmaschine oder dem Handmixer zu einem glatten Teig verarbeiten. Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort für ca. eine Stunde gehen lassen. Dazu stelle ich den abgedeckten Teig gerne in den nur ganz leicht erwärmten Backofen. Die Oberfläche sollte dann besonders gut vor dem Austrocknen geschützt sein.

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Den Hefeteig auf einer bemehlten Backmatte in der Größe eines Backbleches ausrollen. Die Marmelade glatt rühren und großzügig auf dem Teig verstreichen. Die Beeren ebenfalls auf dem Boden verteilen. Dabei sollte ein ca. 2cm breiter Streifen am Rand der Längsseite des Bodens frei bleiben. Den Teig von der längeren Seite, die bis zum Rand mit Füllung bestrichen ist, aufrollen. Die Rolle in ca. 4 cm breite Stücke schneiden und diese mit der Schnittfäche nach oben in eine vorbereitete Kranzform setzen. Ich habe einen Silikonkranz verwendet, alternativ bietet sich der Kranzeinsatz einer handelsüblichen Springform an. 

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Den Backofen auf 175°C Ober-Unterhitze vorheizen. Die Schnecken nochmals für ca. 30 Minuten gehen lassen. Eigelb und Sahne glattrühren und die Schnecken damit vor dem Backen bestreichen. Die Schnecken für ca. 25-30 Minuten backen. Sie sollten goldbraun sein und hohl klingen, wenn man auf den Teig klopft. Die fertigen Schnecken einen Moment abkühlen lassen. Für den Guss alle übrigen Zutaten miteinander verrühren, wobei das Wasser sparsam nach und nach hinzugefügt werden sollte. Wenn der Guss zähflüssig ist wird er mit einem Löffel oder einem Gefrierbeutel über die Schnecken gesprenkelt. 

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Hefeteig ist lauwarm einfach unschlagbar, schmeckt aber auch am nächsten Tag noch wunderbar! Ich verspreche euch, ihr wollt gar nicht mehr aufhören zu essen. Guten Appetit und habt eine gute (Kuchen-)Zeit!

Eure Tine

 

Pistaziengugel {Pistazie / Passionsfrucht / Vanille / Puderzucker}

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Manchmal muss es gar kein Törtchen sein. Ein saftiger Gugelhupf reicht uns zum Kaffeestündchen oft vollkommen aus und zaubert allen Anwesenden ein glückliches Lächeln ins Gesicht. In diesem Fall sorgen gemahlene Pistazien und säuerliche Passionsfrucht für eine ganz besondere Note. Die Glasur aus Puderzucker und Passionsfrucht ist das Tüpfelchen auf dem i. Seid ihr dabei? Dann nix wie ran an den Mixer, die kleinen Schönheiten sind blitzschnell fertig, versprochen!

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Zutaten für den Teig

  • 3 Eier
  • 140g Rohrohrzucker
  • 3 El Saure Sahne
  • 180g Butter 
  • 180g Mehl
  • 1Tl Backpulver
  • 60 gemahlene Pistazien 
  • Mark von 2,5 Passionsfrüchten

Zutaten für die Glasur

  • 3 El Puderzucker
  • Mark von 1-1,5 Passionsfrucht  

Zubereitung

Das Rezept ergibt 6 kleine Gugelhupfe (ich habe diese Form verwendet) und ein bis zwei Muffins. Den Backofen auf 175°C Umluft vorheizen und die Backform gründlich fetten und bemehlen. Dazu habe ich die From mit Hilfe eines Pinsels mit etwas geschmolzener Butter ausgestrichen und anschließend mit Mehl bestäubt.

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Eier und Zucker in der Küchenmaschine luftig aufschlagen. Die Butter schmelzen und mit 2 El saurer Sahne verrühren. Beides langsam zur Eiermasse geben und sorgfältig untermischen. Mehl und Backpulver mischen und unter die Creme heben. Den Teig in zwei Portionen teilen. Unter eine Portion die Pistazien und die restliche saure Sahne heben, das Passionsfruchtmark unter die andere Hälfte heben. Die Teige gleichmäßig auf die Formen verteilen und ggf. mit einer Gabel marmorieren.

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Die Gugelhupfe für ca. 15 - 20 Minuten backen und nach einer kurzen Zeit aus der Form holen. Puderzucker und Fruchtmark zu einem zähen Guss verrühren und die noch warmen Hupfe damit überziehen bzw. verzieren. Die Hupfe auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

Für’s Picknick, den Ausflug, zum Kaffeestündchen oder auch mal zum Frühstück, mit diesen Gugel liegt ihr immer goldrichtig! Habt einen köstlichen Sommeranfang und eine gute (Kuchen-)Zeit! 

Eure Tine

Lemoncurd-Macaron {Mandeln / Puderzucker / Eiweiß / Lemon-Curd}

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Spätestens seitdem ich, nach einigen Fehlversuchen und Tüftelei, "mein" Macaronrezpt gefunden habe, hat mich das Fieder vollständig gepackt! Widerstand ist zwecklos und Ostern ist ein wunderbarer Anlass ein weiteres Rezept zu testen. Den Teig für die Schalen habe ich dieses Mal in einem hellen Türkis gefärbt und mit einer Lemoncurd-Creme gefüllt. 

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Zutaten für die Macaron-Schalen

  • 40g Eiweiß
  • 10g Zucker
  • 45g gemahlene Mandeln
  • 80g Puderzucker
  • 1 Prise Salz
  • Gel- oder Puderlebensmittelfarbe

Zutaten für die Lemon-Curd Creme

  • 2-3 El Lemoncurd
  • 2-3 El Frischkäse Vollfettstufe
  • evtl. etwas Sofortgelatine

Zubereitung

Für die Macaron-Schalen das Eiweiß mit der Prise Salz in der Küchenmaschine steif schlagen. Sobald das Eiweiß weißlich wird, den Zucker langsam einrieseln lassen und solange weiter schlagen, bis ein fester weißer Schnee entstanden ist. Während das Eiweiß steif geschlagen wird, Mandeln und Puderzucker mischen und mindestens einmal sieben.

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Den Mandelzucker in drei Portionen mit Hilfe einer Gummizunge unter den Eischnee heben. Der fertige Teig sollte zäh von der Zunge fallen. Die Macaronmasse in einen Spritzbeutel mit Lochtülle füllen und runde Macarons auf ein mit einer Silikonmatte oder Backpapier ausgelegtes Blech legen. Die Schalen sollten ca. 15 Minuten ruhen, nach der Hälfte der Zeit den Backofen auf 130°C Ober-Unterhitze vorheizen. Während die Macarons ruhen bildet sich eine Haut auf der Oberfläche. Mit dem Finger einen Macaron vorsichtig berühren um zu testen, ob sie bereit für den Backofen sind. Der Teig darf nicht am Finger kleben.

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Die Schalen im vorgeheizten Backofen bei 130°C Ober-und Unterhitze für ca. 12-14 Minuten backen. Den Ofen unter keinen Umständen vor Ende der Backzeit öffnen, denn dann fallen die Schalen wieder in sich zusammen. Die fertigen Schalen aus dem Ofen nehmen und für mindestens 5 Minuten auf dem Backblech auskühlen lassen. Dann erst die Schalen vorsichtig vom Backpapier abziehen und jeweils Pärchen zusammenstellen. 

Für die Füllung Lemoncurd und Frischkäse glatt rühren. Sollte die Masse zu flüssig sein, mit etwas Sofortgelatine andicken und in einem Spritzbeutel mit Sterntülle im Kühlschrank fest werden lassen. Den Spritzbeutel vorne verschließen, bevor die Creme eingefüllt wird. Die Creme hält sich ein bis zwei Tage im Kühlschrank, die gefüllten Macarons werden etwas weich. Darum nur so viele Macaronschalen mit der Creme füllen, wie auch verzehrt werden.   

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Die Füllung ist leicht säuerlich und bildet damit einen schönen Ausgleich zu den süßen Macaronschalen. Ich wünsche euch und euren Lieben wunderschöne Ostertage! Lasst es euch gut gehen und habt eine gute (Kuchen-)Zeit!  

Eure Tine

Lebkuchen-Karussell {Lebkuchen / Fondant / Schokolade}

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Ich wünsche euch allen ein wunderschönes, besinnliches und glückliches Weihnachtsfest im Kreise eurer Lieben! Lasst es euch gut gehen und lasst euch verwöhnen!

Zum Abschluss der Weihnachtsbäckerei möchte ich euch nun unser diesjähriges Highlight zeigen: unser Lebkuchen-Karussell. Schon seit vier Jahren gibt es unser jährliches Lebkuchenprojekt. Begonnen haben wir mit einem ganz einfachen Häuschen und haben nach und nach eine ganze Winterlandschaft, eine Ritterburg und auch eine Kirche mit bunten Fenstern geschaffen. Immer ist die ganze Familie an der Planung und der Umsetzung beteiligt, jeder entsprechend seiner Vorlieben und Talente.

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In diesem Jahr haben wir uns von den Weihnachtsmärkten inspirieren lassen. Die dort häufig anzutreffenden nostalgischen Karusselle sind immer wunderschön bunt beleuchtet und verbreiten eine ganz besondere vorweihnachtliche Stimmung. So war die Idee geboren, in diesem Jahr ein Karussell (genauer gesagt sogar zwei) herzustellen. Nach ausführlicher Planung und einigen Skizzen haben wir uns endlich alle gemeinsam ans Werk gemacht.

Zutaten für den Teig

  • 180g Zuckerrübensirup
  • 180g Honig
  • 400g brauner Zucker
  • 180ml Wasser
  • 60g Lebkuchengewürz
  • 560g Butter
  • 2 Tl Natron
  • 1 Prise Salz
  • 1500 g Mehl
  • 1/2 Päckchen Backpulver

Zutaten für das Royal Icing

  • 3 Eiweiß
  • 3x 250g Puderzucker
  • Saft von 1,5 ausgepressten Limetten
  • ca. 3 EL kaltes Wasser

Zutaten für die Dekoration

  • ca. 800g Fondant
  • flüssige Lebensmittelfarben (Gelfarben sind auch gute verwendbar)
  • Zuckerperlen in verschiedenen Größen und Farben
  • Smarties (groß und klein)
  • Süßigkeiten nach Herzenslust und Geschmack
  • Mini-Butterkekse
  • Eiswaffel
  • 8 lange Schaschlikspieße

Zubereitung

Die Menge orientiert sich an unserem Karussell, wobei die Bodenplatte einen Durchmesser von ca. 30 cm hat. Sollte noch etwas Teig übrig bleiben, lassen sich daraus wunderbar Lebkuchen-Plätzchen backen, die mit Zuckerguss und der übrig bleibenden Dekoration verziert werden können.

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Aufgrund der großen Menge bietet es sich an, den Teig in zwei Portionen herzustellen. Dafür werden Zuckerrübensirup, Honig und Zucker mit dem Wasser zusammen unter stetem Rühren aufgekocht. Den Topf vom Herd nehmen, Butter und Lebkuchengewürz unterrühren und anschließend, wenn die Masse weitgehend abgekühlt ist, Natron und Salz zugeben.

Mehl und Backpulver gründlich mischen. Die Zucker-Butter-Masse weiter abkühlen lassen, bis sie Zimmertemperatur erreicht hat und dann unter das Mehl kneten. Das geht gut mit einem Holzlöffel und anschließend mit den Händen oder in der Küchenmaschine. Den fertigen Teig über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.  

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Eine halbe Stunde bevor es am folgenden Tag weitergehen soll, kommt der Teig wieder aus dem Kühlschrank. Den Backofen auf 160°C Umluft vorheizen und zwei Backbleche und mehrere Bögen Backpapier oder Backmatten bereitlegen. Den Teig portionsweise auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit einem ebenfalls bemehlten Nudelholz ca. 1/2 cm dick ausrollen und die Teile für ein Lebkuchenhaus ausschneiden bzw. Plätzchen ausstechen. Alle Teile für ca. 10-12 Minuten backen und vollständig auskühlen lassen.

Für das Karussell werden zwei runde Bodenplatten mit Hilfe eines großen Tellers ausgeschnitten. Für den Schirm in gleicher Größe wie die Bodenplatten einen kreisrunden Rohling erstellen. In der Mitte wird mit einem Trinkglas einen Kreis ausgestochen. Anschließend wird der äußeren Ring strahlenförmig in 12 Stücke geteilt, wobei die Fugen nach außen hin etwas breiter werden, damit der Schirm beim Zusammensetzen eine schöne Neigung erhält. Die Außenränder anschließend glatt abschneiden, um später daran die Blendleiste in einzelnen Teilen befestigen zu können. Ein Plätzchenausstecher in Form eines geschwungenen Labels eignet sich hervorragend um dies tun zu können. Die innere Säule des Karussells besteht aus zwei Teilen, wobei der untere Teil aus 8 geraden und der obere Teil aus 8 nach oben hin etwas breiter werdenden Teilen besteht. Die beiden Mittelsäulen werden von zwei achteckige Grundplatten für die beiden Teile der Mittelsäule erstellt. Kein Karussell ohne Pferde, dazu Kekse in Form von Pferden ausstechen, verzieren und das Karussell mit Pferden dekorieren. Jedes Pferd besteht aus zwei spiegelbildlichen Teilen, die später aneinander geklebt werden.

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Für die Verzierung das Royal Icing zubereiten. Dazu in bis zu vier einzelnen Portionen jeweils 250g Puderzucker sorgfältig sieben und mit einem Eiweiß in der Küchenmaschine oder mit dem Handmixer leicht aufschlagen. Nach und nach den gesiebten Puderzucker, den Sirup und einen EL Wasser hinzugeben. Der Guss sollte zähflüssig sein. Wenn die Masse noch gefärbt werden soll, darauf achten, dass die Farbe den Guss weiter verflüssigt, also vorher nicht zu viel Wasser hinzugeben.

Die einzelnen Lebkuchenteile nun mit dem Royal Icing als Kleber nach und nach zusammenbauen. Etwaige Unebenheiten können mit dem Guss gut ausgeglichen werden. Es empfiehlt sich dabei, den "Rohbau" für einige Zeit trocknen zu lassen, damit der Zuckerguss anziehen kann und die gesamte Konstruktion an Stabilität gewinnt. Los geht’s mit  mit den beiden Bodenplatten. Auf die untere Bodenplatte 10 – 15 „Stapel“ aus je zwei Mini-Butterkekse übereinander kleben und die obere Bodenplatte darauf fixieren. Den Rand ebenfalls mit kleinen Butterkeksen verzieren. Den Rand anschließend mit Icing einhüllen und mit bunten Smarties verzieren. Auf die obere Bodenplatte einen verdünnten und/oder eingefärbten Zuckerguss verteilen und anschließend bunte Perlen darüber streuen.

Anschließend die beiden Teile der Mittelsäule jeweils mit Hilfe der achteckigen Grundplatten zusammengesetzen. Für das Zusammensetzten des Schirmes eignet sich ein leicht gewölbter Teller, damit der Schirm zum Schluss die richtige Neigung hat. Die Pferde nach Herzenslust mit Fondant, Zuckerguss oder Zuckerschmuck dekorieren und jeweils zwei Pferde mit einem Schaschlikspieß dazwischen zusammenkleben. Die Pferde sollten jeweils Spiegelbilder sein.. Hübsch sieht es aus, wenn die Pferde auf unterschiedlichen Höhen an den Spießen befestigt werden.

Bevor die einzelnen Teile endgültig zusammengesetzt werden, den Schirm und die Mittelsäule mit Fondant, Zuckerguss und Süßigkeiten verzieren sowie die einzelnen Teile der Blendleiste am Schirm befestigen. Auch die Eistüte als Spitze des Karussells darf natürlich nicht fehlen. Bei der Verzierung sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt und wer noch Anregungen sucht, der googelt den Begriff "gingerbread house" und sollte fündig werden.

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Zum Schluss die beiden Teile der Mittelsäule zusammensetzen und auf die Bodenplatte kleben. Die Schaschlikspieße mit den Pferden rundherum in den beiden Bodenplatten befestigen. Die Spieße ggf. oben etwas kürzen. Anschließend wird der Schirm aufgesetzt. Wer mag, kann zuvor noch eine kleine Led-Lichterkette anbauen, um dem Karussell mit einer eigenen Beleuchtung einen besonderen Glanz zu verleihen.

Ich wünsche euch viel Freude mit dem Lebkuchen und nun ein wunderschönes Weihnachtsfest.

Eure Tine

Orangenbusserl {Orangen / Puderzucker / Liebe}

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Die kleinen Orangenbusserl, die ich euch heute noch unbedingt vorstellen möchte, sind super schnell gemacht und schmecken wunderbar fruchtig nach Orangen. Das Rezept stammt aus der Familie und wird nur verraten, weil morgen Weihnachten ist! ;-) Die kleinen Plätzchen werden mit Zuckerguss gekrönt und erhalten ein Topping aus getrockneten und fein gebröselten Orangenschalen - mehr Aroma geht einfach nicht.

Zutaten für den Teig

  • 125g zimmerwarme Butter
  • 125g Zucker
  • 1 unbehandelte Orange
  • 4 EL Orangenlikör
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eier
  • 275g Mehl

Zutaten für den Guss

  • 100g Puderzucker

Zubereitung

Die Orange zur Hälfte mit einem Sparschäler in Streifen schälen, die restliche Schale fein abreiben und den Saft auspressen.

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Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Die Butter mit dem Zucker schaumig rühren, die abgeriebene Orangenschale, Orangenlikör, Salz und Eier hinzugeben und alles zu einer hellen Creme aufschlagen. Das Mehl unterheben. Den fertigen Teil in einen Spritzbeutel füllen und damit kleine Häufchen auf die Backbleche verteilen. Auch die Streifen der Orangenschale mit auf das Backblech legen und für ca. 12 Minuten im vorgeheizten Ofen backen.

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Die Plätzchen vom Blech nehmen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. Die getrocknete Orangenschale sehr fein zerkleinern. Das klappt am besten, wenn man sie grob hackt und dann mit etwas grobem Zucker in einem Mörser fein zermahlt. Sollte die Schale beim Backen noch nicht trocken genug geworden sein, kann man sie auch noch einmal für einige Zeit in den warmen Backofen zum Nachtrocknen legen.

Für den Guss den Puderzucker mit Orangensaft dicklich anrühren und mit einem Spritzbeutel kleine Tupfer auf die Busserl geben. Zügig die gemörserte Orangenschale darüber streuen und vollständig trocknen lassen.

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Die Plätzchen halten sich einige Wochen in einer luftdicht geschlossenen Dose und behalten dort auch ihr fruchtiges Aroma.

So, nun lasst euch nicht stressen im Endspurt vor Weihnachten und habt eine gute (Plätzchen-)Zeit!

Eure Tine